Rudolf Steiner

Rudolf Steiner wurde 1861 in Österreich-Ungarn, im heutigen Kroatien geboren.
Rudolf Steiner genoss eine naturwissenschaftliche Schulbildung und studierte in Wien Naturwissenschaften und Philosophie.


Im Alter von 21 Jahren wurde er mit der Herausgabe Goethes naturwissenschaftlichen Schriften betraut, wurde Goetheforscher in Weimar und promovierte über Erkenntnistheorie dort zum Doktor der Philosophie. Seit der Jahrhundertwende war er Publizist, Vortragender und in erster Linie Forscher. 1902 wurde er Generalsekretär der deutschen Sektion der Theosophischen Gesellschaft, aus der später die Anthroposophische Gesellschaft hervorging.

Schon in jungen Jahren hatte Rudolf Steiner übersinnliche Erfahrungen. Eine Zusammenführung der exakten Wissenschaft und der inneren, geistigen Erfahrungen war ihm ein lebenslanges Anliegen. Die Anthroposophie entstand als Geisteswissenschaft.

1913 entand in Dornach bei Basel das erste Goetheanum, ein Zentrum für künstlerische und wissenschaftliche anthroposophische Arbeit. In der Silvesternacht 1922 wurde das erste Goetheanum durch Brandstiftung zerstört. Rudolf Steiner arbeitete bis zu seinem Tode (1925) intensiv weiter.
Rudolf Steiners erweiterte Menschen- und Welterkenntnis fand Eingang in viele Lebensbereiche, so die anthroposophisch orientierte Medizin, die biologisch-dynamische Landwirtschaft, die Bewegungskunst der Eurythmie und die Rezitationskunst der Sprachgestaltung, die Waldorfpädagogik, etc.
Während seiner Studienzeit musste Rudolf Steiner sich den Lebensunterhalt mit Nachhilfeunterricht verdienen. Auch war er über Jahre hinweg Hauslehrer eines schwer lernbehinderten Jungen mit Hydrocephalie (Wasserkopf) gewesen, den er so förderte, dass dieser gesundete und später das Abitur ablegen und Arzt werden konnte. Nicht zuletzt seine Bemühungen um die Erziehung und Bildung der ihm anvertrauten Schüler führten Rudolf Steiner zu grundlegenden Einsichten in die Gesetzmäßigkeiten der Entwicklung von Kindern und Jugendlichen. Auf der Grundlage dieser Entwicklungsgesetzmäßigkeiten begründete er mit den Waldorfschulen eine ganzheitliche Pädagogik, durch die Leib, Seele und Geist in gleicher Weise gefördert und zu einem harmonischen Zusammenwirken gebracht werden.